
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sieht ein Vorschlag aus Frankreich vor, dass die europäischen Staaten 50 Millionen Barrel Diesel freigeben. Das entspräche etwa der Hälfte der US-amerikanischen Forderung.
Die Bundesregierung äußerte sich dazu zurückhaltend: "Der Grund für die hohen Kraftstoffpreise liegt zuvorderst in der Lage im Nahen Osten und der damit zusammenhängenden Verknappung des Angebots. Es gilt jetzt, die Märkte nicht weiter zu verunsichern", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Hille in Berlin.
USA drohen mit Exportstopp
US-Finanzminister Bessent hatte gestern erklärt, Landwirte, LKW-Fahrer und Unternehmen in den USA dürften nicht mit der Last einer weltweiten Diesel-Knappheit alleine gelassen werden. Medienberichten zufolge drohte die US-Regierung auch mit einem Exportstopp von Diesel nach Europa.
Beobachter sehen als Hintergrund den US-Wahlkampf für die Zwischenwahlen im November. Sie vermuten, dass Trump erreichen will, dass in den Vereinigten Staaten der Dieselpreis noch vor der Abstimmung deutlich sinkt. Derzeit sind die Treibstoffpreise in den USA wegen des Iran-Kriegs stark gestiegen.
Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
