
Geplant sind eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Forschung, Sicherheit, Energie und Künstliche Intelligenz sowie eine stärkere Anbindung Kanadas an EU-Programme. Auch will sich Kanada an den Kosten eines 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU für die Ukraine beteiligen. Konkrete Details wurden zunächst nicht bekanntgegeben.
EU-Ratspräsident Costa bezeichnete Kanada als das europäischste der nichteuropäischen Länder. Premierminister Carney erklärte, die Vorteile der Partnerschaft seien wichtiger als die Frage, wie sie bezeichnet werde. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hatte in Montreal erneut für eine assoziierte Mitgliedschaft Kanadas geworben. Mehrere EU-Staaten lehnen diesen Begriff jedoch ab. Er wurde deshalb nicht in die Abschlusserklärung aufgenommen.
Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hardt, sagte im Deutschlandfunk
, es sei angesichts der Zoll- und Abschottungspolitik der USA der richtige Weg, die Außenbeziehungen der Europäischen Union auf eine breitere Basis zu stellen. Zudem habe das weitgehend in Kraft gesetzte Wirtschaftsabkommen CETA gezeigt, dass sowohl die EU als auch Kanada von einer engeren Zusammenarbeit profitierten, erklärte der CDU-Politiker.
Diese Nachricht wurde am 30.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
