Außenministertreffen
EU verhängt neue Sanktionen gegen Unterstützer des russischen Kriegs gegen die Ukraine

Die Europäische Union verhängt neue Sanktionen gegen Russland.

    Kaja Kallas, die Hohe Vertreterin der Europäischen Union (EU) für Außen- und Sicherheitspolitik, sowie Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, spricht bei einem EU-Außenministertreffen vor Journalistinnen und Journalisten.
    EU-Außenministertreffen in Luxemburg (picture alliance / dpa / Ansgar Haase)
    Wie die EU-Außenbeauftragte Kallas mitteilte, beschlossen die EU-Außenminister bei ihrem Treffen in Luxemburg, rund 1.600 Personen, Unternehmen und andere Organisationen in Verbindung mit Russlands Militär und Rüstungsindustrie mit Strafmaßnahmen zu belegen. Betroffen sollen Akteure sein, die an der Produktion ballistischer Raketen oder Drohnen beteiligt sind oder zum Beispiel an der Wartung von U-Booten. Zu den Strafmaßnahmen gehören das Einfrieren von Vermögenswerten sowie EU-Einreiseverbote gegen Einzelpersonen. Bundesaußenminister Wadephul sprach von einem "beispiellosen" Sanktionsschlag.
    Die EU-Außenbeauftragte Kallas hatte zuvor die umstrittene Vereinbarung zwischen den USA und Russland zum Kauf von Diesel kritisiert. Das verschaffe Moskau zusätzliche Einnahmen, um den Krieg zu finanzieren. Zur von US-Präsident Trump verkündeten Waffenruhe für den Energiebereich sagte Kallas, die EU begrüße diese grundsätzlich. Sie schränkte jedoch ein, bisher habe man noch nicht gesehen, dass sich Russland daran halten werde.
    Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.