Migration
EU will Frontex neu ausrichten: größere Rolle bei Abschiebungen

Die EU-Kommission will die europäische Grenzschutzagentur Frontex neu ausrichten.

    Griechenland: Frontex-Küstenwachtboot am Dock mit orangefarbenem Schlauchboot, auf dem Bundespolizei steht.
    Die EU-Kommission will die europäischen Grenzschutzagentur Frontex neu ausrichten. (picture alliance / imageBROKER | Ralf Adler)
    Insgesamt solle Frontex bis zum Jahr 2041 auf insgesamt 30.000 Mitarbeiter aufgestockt werden, teilte die Brüsseler Behörde heute mit. Zudem sei geplant, eine Einheit für Grenzschutz und Abschiebung mit 17.000 Einsatzkräften zu bilden. Diese sollten den Mitgliedstaaten als eine Art Reserve zur Verfügung stehen und bei Bedarf eingesetzt werden können.
    Wie bereits bekannt wurde, empfiehlt die Kommission zudem die Schaffung eines Abschiebe-Koordinationszentrums. Frontex solle das gesamte Spektrum des Rückkehrprozesses abdecken. Dieses reiche von der frühzeitigen Identifizierung und Beratung zur freiwilligen Rückkehr bis zur Umsetzung von Rückkehrmaßnahmen und der Bereitstellung von Reintegrationshilfe.
    Derzeit ist Frontex primär für den Schutz der EU-Außengrenzen zuständig.
    Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.