Neue Arktisstrategie
EU will in mehr Eisbrecher und Unterseekabel investieren

Die Europäische Union will ihre Präsenz in der Arktis ausweiten. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte bei der Vorstellung einer Arktisstrategie in Brüssel, es werde in eine stärkere Sicherheit und eine widerstandsfähige Infrastruktur investiert.

    Eisbrecher, umgeben von Eisbergen im Hafen von Longyearbyen, Spitzbergen (Norwegen)
    Die EU will in der Arktis in mehr Eisbrecher und Unterseekabel investieren. (Imago / Depositphotos / LPeak)
    Geplant ist etwa ein arktisches Unterseekabel, das Grönland direkt mit dem europäischen Kontinent verbinden soll. Ein Überwachungszentrum soll eingerichtet werden, um solche Kabel vor Angriffen zu schützen. Später soll das Zentrum auch die sogenannte russische Schattenflotte verfolgen und illegaler Fischerei nachgehen. Das EU-Satellitenprogramm Iris soll Satellitenverbindungen in der Arktis bereitstellen. Die europäische Eisbrecherflotte wird den Plänen zufolge vergrößert.
    Hintergrund der Bestrebungen ist die wachsende Bedeutung der Region. Aufgrund des Klimawandels schmilzt das arktische Meereis. Russland, China und die USA haben ihre dortigen Aktivitäten verstärkt, um sich Bodenschätze und neue Seewege zu sichern.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.