Prozess in Hamburg
Europaabgeordneter Gahler bewertet Nordstream-Pipelines als legitimes Kriegsziel

In Hamburg hat der Prozess zur Sprengung der Nord-Stream-Pipelines begonnen.

    Medienvertreter stehen vor dem Gerichtssaal.
    Der Prozess wegen des Anschlags auf die Nord Stream-Pipelines hat begonnen. (picture alliance / dpa / Markus Scholz)
    Angeklagt ist ein ukrainischer Staatsangehöriger. Er soll die Gruppe angeführt haben, die für die Sprengung der Pipelines in der Nordsee verantwortlich ist. Der Mann war vor rund einem Jahr in Italien festgenommen worden. Einige Wochen später wurde er nach Deutschland überstellt und in Untersuchungshaft genommen.
    Der CDU-Europaabgeordnete Gahler mahnte an, in der Diskussion zu Nordstream müsse deutlich gemacht werden, wer Täter und wer Opfer sei. Gahler sagte im Deutschlandfunk, er halte die Nordstream-Pipeline als russische Gelderzielungsquelle für ein legitimes Kriegsziel der Ukraine. Das Mitglied der EVP-Fraktion betonte außerdem, durch den Anschlag sei kein laufender Gasfluss unterbrochen worden, der russische Präsident habe die Lieferung schon vorab eingestellt.
    Die beiden Nordstream-Pipelines waren im September 2022 durch die Explosionen schwer beschädigt worden.
    Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.