Hoher Rohölpreis
Europäische Ölkonzerne fahren hohe Milliardengewinne ein - Grüne fordern Sonderabgabe

Die wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Ölpreise bescheren europäischen Ölkonzernen Rekordgewinne.

    Blick auf die dunkle Anzeige mit weiß angezeigten Preisen für die Kraftstoff-Sorten. Am linken Bildrand ein Auto.
    Preisanzeigetafel an einer Tankstelle. (picture alliance/HARALD SCHNEIDER/APA/picturedesk.com)
    Die Unternehmen Shell in Großbritannien, TotalEnergies in Frankreich und Repsol in Spanien meldeten für das dritte Quartal Gewinne in Milliardenhöhe. Allein Shell verbuchte von Juli bis September ein Plus von über 12 Milliarden Euro - mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.
    Bei Totalenergie stieg das Nettoergebnis auf über acht Milliarden Euro, ebenfalls doppelt so viel wie vor einem Jahr. Die französische Regierung appellierte an den Konzern, die Preise an den Zapfsäulen weiter freiwillig zu deckeln oder zu senken.
    Der spanische Ölkonzern Repsol vervierfachte seinen Nettogewinn in den ersten neun Monaten des Jahres auf fünf Milliarden Euro.

    Grüne wollen Abgabe auf Profite

    Die Grünen in Deutschland forderten erneut die Einführung einer Sonderabgabe. Die klimapolitische Sprecherin Badum sagte der Agentur Reuters, während alle unter den hohen Spritpreisen und den Folgen der Klimakrise zu leiden hätten, machten Shell, Total und die anderen wieder Rekordprofite. Sie verwies auf die Forderung ihrer Partei nach einer EU-weiten Abgabe auf fossile Profite.
    Diese Nachricht wurde am 29.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.