Ukraine-Krieg
Menschen verlassen russisch besetzte Stadt Oleschky

Trotz anhaltender Kämpfe in anderen Teilen des Landes läuft in der von Russland besetzten ukrainischen Stadt Oleschky eine gemeinsame humanitäre Hilfsaktion. Nach Angaben beider Seiten werden die Bewohner mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln versorgt. Es handelt sich um die größte humanitäre Hilfsaktion seit Kriegsbeginn im Februar 2022.

    Ein Mann überquert in Oleschky in der Region Cherson eine Straße. Über die Fahrbahn sind Anti-Drohnen-Netzen gespannt.
    In Oleschky in der Region Cherson beginnt heute die Evakuierung der Menschen. (Evgeniy Maloletka / AP / dpa / Evgeniy Maloletka)
    Zugleich lief die Evakuierung von Zivilisten an. Nach übereinstimmenden Angaben beider Seiten waren 25 Busse mit mehr als 750 Sitzplätzen im Einsatz. Begleitet wurde die Kolonne demnach von neun Krankenwagen für den Transport von Bettlägerigen. In Oleschky sollen sich noch rund 2.000 Menschen aufhalten. Einige Bewohner können in von Kiew kontrollierte Gebiete ausreisen, andere nach Russland.
    Möglich wird der Einsatz durch eine bis Sonntag geltende örtlich begrenzte Feuerpause. An normalen Kriegstagen verhindern ständige Drohnenangriffe und Minen Transporte in und aus der Stadt. Die Waffenruhe für Oleschky und Umgebung hält bereits seit Dienstag. Der Kreml bezeichnete die Waffenruhe in Oleschky als Ausnahmefall und dämpfte Hoffnungen auf Fortschritte bei den Bemühungen um eine Friedenslösung.

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    Diese Nachricht wurde am 30.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.