
In der ehemaligen Sowjetrepublik war im März bei einem Referendum über eine Verfassungsänderung beschlossen worden, die beiden Parlamentskammern zusammenzulegen. Dies stärkte nach Einschätzung von Juristen und Bürgerrechtlern Präsident Tokajew gegenüber dem Parlament. Die neue Kammer wurde Kurultai genannt. Abgestimmt wird nun über die 145 Abgeordneten. Diese haben jedoch nicht mehr das Recht, den Wahlleiter und die Vorsitzenden von Rechnungshof, Nationalbank und Geheimdienst sowie den Generalstaatsanwalt zu ernennen. Das übernimmt künftig der Präsident. Das Staatsoberhaupt selbst kann nur noch unter dem Vorwurf des Hochverrats des Amtes enthoben werden.
Das energie- und rohstoffreiche Kasachstan liegt größtenteils in Zentralasien und hat rund 20 Millionen Einwohner.
Diese Nachricht wurde am 23.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
