Mitteilung
EZB-Präsidentin Lagarde gibt ihr Amt im Februar vorzeitig auf

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Lagarde, wird vorzeitig von ihrem Amt zurücktreten. In einer Mitteilung der EZB hieß es, Lagarde werde sich zum 7. Februar kommenden Jahres zurückziehen.

    Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde. Man sieht ihren Oberkörper. Die grauhaarige Ökonomin trägt ein rotes Jackett und lächelt in die Kamera.
    Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde (AFP / WOJTEK RADWANSKI)
    Ihre Amtszeit wäre regulär im Oktober 2027 abgelaufen. Seit längerer Zeit werden der Französin Ambitionen auf den Posten der Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums in Davos nachgesagt. Die Entscheidung darüber wird zu Beginn der kommenden Woche erwartet.

    Würdigung durch Merz

    Bundeskanzler Merz würdigte die Leistung der EZB-Chefin. Er erklärte, Lagarde habe die Europäische Zentralbank in herausfordernden Zeiten souverän geführt. Die Stabilität des Euro und die Unabhängigkeit der Zentralbank seien bei ihr in guten Händen gewesen.
    Lagardes Rücktritt ebnet den Weg für eine Paketlösung, die auch weitere Führungsposten umfasst - darunter die Nachfolge von EZB-Direktorin Schnabel, die Anfang Januar zum Internationalen ⁠Währungsfonds wechselt. Merz sagte, diesen Prozess wolle man bis zum Jahresende abschließen.

    Zwei mögliche Kandidaten gehandelt

    Bislang werden zwei mögliche Kandidaten für die Lagarde-Nachfolge gehandelt: der Spanier Pablo Hernández, derzeit Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und der niederländische Zentralbankchef Klaas Knot.
    Die Europäische Zentralbank ist für die Sicherung der Preisstabilität im Euroraum verantwortlich und legt unter anderem die Höhe der Leitzinsen fest.
    Diese Nachricht wurde am 29.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.