Zweitschlechtester Monatswert in diesem Jahr
Fast jeder zweite Fernzug im September verspätet

Die Pünktlichkeitsquote der Deutschen Bahn im Fernverkehr lag im September bei 52,4 Prozent.

    Das Bild zeigt ein Gleisbaufahrzeug. Im Vordergrund sind Gleisteile zu sehen.
    Sanierung der Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin (picture alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)
    Das war der zweitschlechteste Monatswert im laufenden Jahr. Bei der Bahn gilt ein Zug ab einer Verzögerung von sechs Minuten als verspätet. Zugausfälle sind dabei nicht berücksichtigt. Bahnchefin Palla hatte für das laufende Jahr ein Pünktlichkeitsziel von mindestens 60 Prozent im Fernverkehr ausgegeben.
    Zur Begründung für die schlechte Quote verwies die Bahn wie schon im Vormonat auf die zahlreichen Anlagenstörungen, die zu Verspätungen führten. So hätten die ICE-Züge zwischen Berlin und Wolfsburg wegen des schlechten Streckenzustands vielerorts langsamer fahren müssen. Der Korridor ist Teil der Strecke Hannover-Berlin, die seit gestern gesperrt ist und umfassend saniert werden soll. Die Arbeiten sollen bis Mitte Dezember 2027 andauern. Die Züge werden in dieser Zeit über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet und brauchen zwischen Berlin und Hannover rund 80 Minuten länger.
    Bundesverkehrsminister Bilger hat seine Kritik an diesen Korridorsanierungen in einem ARD-Interview erneuert. Das Versprechen, ⁠dass die Abschnitte danach störungsfrei befahren werden könnten, sei zu oft nicht ⁠eingehalten worden. Man arbeite mit der Bahn an einem neuen Konzept und er werde bald einen Vorschlag machen, sagte der CDU-Politiker.
    Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.