Bundesliga
FC Augsburg verurteilt rassistische Angriffe auf Spieler Juma Bah

Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat rassistische Beleidigungen gegen seinen Abwehrspieler Juma Bah scharf verurteilt. Man sei erschüttert über diesen Hass, erklärte der Verein. Der 20-Jährige aus Sierra Leone war nach dem Spiel gegen den 1. FC Union Berlin in den sozialen Netzwerken verbal angegriffen worden.

    Zu sehen ist der Fußballspieler Juma Bah vom FC Augsburg während eines Bundesligaspiels im Stadion. Er treibt gerade den Ball nach vorne. Dahinter bunte Banner am Trübünenzaun.
    Juma Bah vom FC Augsburg beim Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Union Berlin. (Harry Langer / dpa / Harry Langer)
    Der Stellungnahme des Vereins zufolge erhielt Bah auf Instagram sogar Todesdrohungen. Auch seine Familie sei betroffen gewesen. Der FCA betonte, wer einen seiner Spieler rassistisch beleidige oder bedrohe, greife nicht nur einen Einzelnen an, sondern die Werte der gesamten Vereinsfamilie. Der Club kündigte an, den Vorfall zur Anzeige zu bringen und rechtliche Schritte zu prüfen. Aus der Bundesliga gab es zahlreiche Solidaritätsbekundungen.
    Die Anfeindungen folgten auf einen Platzverweis des Augsburger Verteidigers beim 1:1 gegen Union Berlin. Bah hatte nach einem groben Foulspiel die Rote Karte gesehen. Augsburg gab anschließend eine Führung aus der Hand und musste sich am Ende mit einem 1:1 Unentschieden begnügen.
    Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.