Teilnehmer aus 24 Ländern
Fernschach-Weltkongress tagt in Neuhardenberg

Auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg hat der internationale Kongress des Weltfernschachverbandes ICCF begonnen. Rund 60 Experten aus 24 Ländern nehmen teil, darunter Gäste aus Peru, Südafrika und den Philippinen.

    Manfred Scheiba, Präsident vom Deutschen Fernschachbund (BdF), sitzt mit seinem Laptop und einem Schachspiel vor dem Schloss Neuhardenberg. Hier findet der internationale Fernschachkongress statt.
    Manfred Scheiba, Präsident vom Deutschen Fernschachbund (BdF), sitzt mit seinem Laptop und einem Schachspiel vor dem Schloss Neuhardenberg. Hier findet der internationale Fernschachkongress statt. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)
    Im Mittelpunkt stehen Beratungen über die Zukunft des Fernschachs. Diskutiert werden unter anderem die Modernisierung des Spielbetriebs, technische Entwicklungen und zahlreiche Anträge der nationalen Verbände. Außerdem ist laut Organisatoren ein Blitzschachturnier im Hangar des Flugplatzes Neuhardenberg geplant. Neuhardenberg hatte sich als Gastgeber für den Kongress gegen eine Bewerbung aus Manila, der Hauptstadt der Philippinen, durchgesetzt.
    Während Schachprofis am Brett oft nur wenige Minuten für eine Entscheidung haben, können Fernschachspieler tagelang analysieren, rechnen und Varianten vergleichen. Beim klassischen Fernschach notieren die Spieler ihre Züge jeweils auf eine Postkarte. Turniere können sich daher über Jahre ziehen - auch heute noch wegen der langen Bedenkzeiten. Inzwischen läuft vieles auch digital.
    Der Präsident des Deutschen Fernschachbunds, Scheiba, erklärte, er schätze vor allem die internationalen Kontakte, die durch das Fernschach entstehen. Man komme mit Menschen weltweit in Kontakt, die man sonst nie kennenlernen würde. Man schreibe nicht nur über Schach, sondern auch darüber, was in den jeweiligen Ländern passiere.
    Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.