Zürich
FIFA-Präsident Infantino plant offenbar Milliarden-Ausschüttung an Verbände

Der Fußball-Weltverband FIFA plant offenbar eine Ausschüttung an die nationalen Fußball-Verbände in Milliardenhöhe. Wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf ein FIFA-Dokument berichtet, plant der Weltverband unter der Führung seines Präsidenten Infantino, mehr als sechs Milliarden Dollar zu verteilen.

    FIFA-Präsident Gianni Infantino (Schweiz) hält den WM-Pokal im FIFA-Musem in Zürich in der Hand.
    FIFA-Präsident Gianni Infantino (picture alliance / Pressefoto Ulmer / Ulmer)
    Die nationalen Verbände sollen demnach jeweils 25 Millionen Dollar erhalten. Die FIFA begründet die Ausschüttung demnach mit dem großen kommerziellen Erfolg der Weltmeisterschaft im Sommer. Auch die UEFA als schärfste Kritikerin Infantinos hatte mindestens zehn Millionen Dollar pro Verband gefordert. Zahlungen an die 211 Nationalverbände sind seit jeher ein gängiges Mittel im Wahlkampf um die FIFA-Führung. Jeder Nationalverband hat Stimmrecht bei der Wahl des FIFA-Präsidenten. Das gilt auch für Zwergstaaten wie die Salomonen, St Kitts and Nevis oder Tonga.
    Infantino stellt sich im März zur Wiederwahl. Im Sommer war er unter anderem mit seinem Alleingang für einen Vermarktungsplan der WM massiv in die Kritik geraten.
    Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.