Luftfahrt
Flugticket-Preise von Deutschland aus seit 2010 etwa verdoppelt

Die Preise für Flüge in und ab Deutschland sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

    Das Foto zeigt eine startende Boeing 747 der Lufthansa am Frankfurter Flughafen, die vor einem orangefarbenen, bewölkten Abendhimmel aufsteigt.
    Eine startende Boeing 747 der Lufthansa am Frankfurter Flughafen (IMAGO / Daniel Kubirski)
    Zwischen 2010 und 2024 habe sich der Ticketpreis etwa verdoppelt, erklärten der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in einem ersten gemeinsamen Bericht zur Lage der Branche. Im Schnitt koste ein Flug von deutschem Boden aus inzwischen rund 300 Euro. Grund seien neben stark gestiegenen staatlichen Abgaben wie Luftverkehrssteuer und Sicherheitsgebühren auch höhere Personal- und Betriebskosten. Die Ticketpreise in anderen europäischen Ländern bleiben im Schnitt aber höher als in Deutschland.
    Der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Lang, sagte, derzeit treffe die gesamte Branche der wegen des Iran-Kriegs hohe Ölpreis stark. Airlines hätten einen doppelten Schaden - etwa auf dem Weg nach Asien müssten sie wegen anhaltender Luftraumsperrungen zwei Stunden länger fliegen und deshalb mehr tanken. Zusätzlich sorge das teure Kerosin für eine weitere Belastung.
    Umweltverbände, aber auch Vertreter der Linken und Grünen kritisieren seit langem die aus ihrer Sicht nach wie vor zu niedrigen Preise für Flüge.
    Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.