
Der CDU-Politiker sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", die Lage in Ceuta sei ein absoluter Stresstest gewesen, der aber bestanden worden sei. Die Situation habe aber die Anfälligkeit Europas gezeigt. Das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen dürfe nicht weiter gefährdet werden.
Der CSU-Europapolitiker Weber forderte als Reaktion mehr Befugnisse für die EU-Grenzschutzagentur Frontex. Im Sender RTL hielt er dem sozialistischen Regierungschef Spaniens, Sánchez, vor, einen unkontrollierten Zustand in Ceuta zugelassen zu haben. Sánchez hatte zuvor Kritik zurückgewiesen und klargestellt, dass Ceuta nicht zum Schengen-Raum gehöre. Migranten könnten von dort weder nach Spanien noch in andere EU-Länder weiterreisen. Von den schätzungsweise 50.000 Menschen, die nach Ceuta vorgedrungen waren, sind inzwischen nahezu alle in ihr Heimatland Marokko zurückgekehrt. Behörden zufolge stieg die Zahl der Todesopfer auf 67.
Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
