UNO-Umweltprogramm
Fortschritte bei Wiederaufbau geschädigter Ökosysteme - aber Tempo nötig

Beim Schutz und Wiederaufbau geschädigter Ökosysteme hat es in den vergangenen Jahren Fortschritte gegeben. Das geht aus einem Bericht des UNO-Umweltprogramms UNEP hervor. In mehr als 149 Ländern würden sich Ökosysteme regenieren. Betroffen sei eine Fläche von 252 Millionen Hektar.

    Ein Trecker mit einem Anhänger voller Sand durchquert den Fluss Lippe. Hier wird eine naturnahe Flusslandschaft geschaffen, ein intaktes Fluss-Auen-Ökosystem wiederhergestellt.
    Die Lippe im Ruhrgebiet: Hier wird eine naturnahe Flusslandschaft geschaffen, ein intaktes Fluss-Auen-Ökosystem wiederhergestellt. (Imago / Rupert Oberhäuser)
    Die Weltgemeinschaft hatte sich vor einigen Jahren darauf geeinigt, bis zum Jahr 2030 eine Milliarde Hektar Ökosysteme wiederherzustellen. Trotzdem warnen die Experten, dass die bisherigen Anstrengungen nicht ausreichten, um dieses Ziel zu erreichen. Der UNEP-Bericht ist eine Zwischenbilanz dieser Ziele.
    Um schneller voranzukommen, brauche es mehr Geld, heißt es darin weiter. Bis 2030 müsste pro Jahr mehr als viermal so viel Geld in die Wiederherstellung von Ökosystemen fließen wie bislang – statt 64 Milliarden US-Dollar knapp 300 Milliarden US-Dollar –, etwa in die Wiedervernässung von Mooren oder in Wiederaufforstung. Den UNEP-Berechnungen zufolge könnten dadurch 32 Millionen neue Jobs weltweit entstehen. 
    Im armenischen Eriwan wird auf der Weltnaturkonferenz aktuell darüber beraten, wie man bei der Umsetzung des Abkommens vorankommen kann.
    Diese Nachricht wurde am 29.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.