Gewaltsame Demonstrationen
Französische Regierung bezichtigt linksradikale LFI-Partei der Anstiftung zu Schülerprotesten

Die französische Regierung bezichtigt die linksradikale Partei LFI, zu den gewaltsamen Schülerprotesten im Land angestiftet zu haben.

    Frankreich, Lille: Ein Schüler hält während einer Demonstration für mehr Mittel und mehr Personal an der Schule ein Schild mit der Aufschrift "Wir wollen das BAC (Abitur), nicht die BAC (Einheiten zur Verbrechensbekämpfung)»"hoch.
    Seit Tagen protestieren Schülerinnen und Schüler an den Oberschulen. (Jean-Francois Badias / AP / dpa)
    Darauf würden Geheimdiensterkenntnisse schließen lassen, teilte Innenminister Lecornu in Paris mit. Die LFI wies den Vorwurf zurück.
    Innenminister Nuñez sprach von "ungezügelter Gewalt". Die Lage habe sich verschärft und habe "nichts mehr mit dem legitimen Ausdruck von Schülerforderungen" zu tun, erklärte er. Feuerwerkskörper seien auf Einsatzkräfte geschossen, öffentliche Gebäude angezündet und Geschäfte geplündert worden. Rund 1.800 Menschen seien seit Montag in Polizeigewahrsam genommen worden.
    Die Demonstranten kritisieren baufällige Gebäude, Lehrermangel, fehlende Materialien und lange Schultage. Von den gewaltsamen Protesten in Frankreich ist knapp jede dritte weiterführende Schule betroffen.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.