Marine
Fregatten-Streit: Werft will Milliarden von Deutschland

Im Streit um den Abbruch des Fregattenprojekts F126 drohen der Bundeswehr milliardenschwere Schadenersatzzahlungen.

    Wolgast: Die Überreste des Projekts Fregatte F126 auf dem Gelände der Werft.
    Wolgast: Die Überreste des Projekts Fregatte F126 auf dem Gelände der Werft. (picture alliance / SZ Photo / Friedrich Bungert)
    Wie aus einem Schreiben des Anwalts der niederländischen Damen-Werft hervorgeht, aus dem mehrere Medien zitieren, fordert das Schiffbauunternehmen knapp 4,7 Milliarden Euro von der Bundesrepublik Deutschland. Die Rede ist von einem "rechtlich völlig unbegründeten Vertragsbruch".
    Im Juni hatte das Verteidigungsministerium das Aus für das Fregattenprojekt bekannt gegeben. Ressortchef Pistorius begründete die Entscheidung mit explodierenden Kosten ‌und massiven Verzögerungen. Aktuell prüft das Ministerium ebenfalls Schadenersatzansprüche. Demnach könnte die Werft auf die Erstattung von 2,3 Milliarden Euro verklagt werden, die die Bundeswehr bereits für das Projekt ausgegeben hatte.
    Den Auftrag für den Bau neuer Fregatten hat mittlerweile die Thyssenkrupp-Tochter TKMS erhalten.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.