Südafrika
Fremdenfeindliche Demonstrationen in Durban bei SADC-Gipfel

In Durban ist der Gipfel der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika, kurz SADC, zuende gegangen.

    Die Staats- und Regierungschefs der 16 Mitgliedsländer berieten in Südafrika über Themen wie Wirtschaft, Gesundheit und Sicherheit. Außerdem sicherten sie sich eine verstärkte Kooperation zu. Überschattet wurde das Treffen von fremdenfeindlichen Protesten vor der Tür des Konferenzzentrums. Rund 300 Menschen forderten von den anwesenden Regierungsvertretern, ihre Staatsbürger zurückzuholen, die sich illegal in Südafrika aufhielten. Südafrikas Präsident Ramaphosa sprach auf dem Gipfel von - Zitat - "Herausforderung der Einwanderung". Sein Land habe den Wunsch geäußert, gemeinsam daran zu arbeiten, diese zu bewältigen.
    Als reichstes Land des Kontinents zieht Südafrika seit langem Migranten an, hat jedoch mit einer Arbeitslosenquote von mehr als 30 Prozent und großer sozialer Ungleichheit zu kämpfen. In den vergangenen Jahren hatte es im Land immer wieder ausländerfeindliche Gewalt gegen Migranten gegeben. Die jüngsten fremdenfeindlichen Proteste halten bereits seit Monaten an, es gab mindestens vier Tote.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.