Australien
Früherer Bischof wegen Missbrauchs von Indigenen verurteilt

In Australien ist ein früherer Bischof wegen sexuellen Missbrauchs von zwei jungen indigenen Männern zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

    Ein Bischof verschränkt seine Arme hinter seinem Rücken.
    In Australien ist ein früherer Bischof wegen Missbrauchs verurteilt worden. (picture alliance / dpa / Andreas Arnold)
    Eine Geschworenenjury in Westaustralien hatte den 76-Jährigen wegen einer Vergewaltigung und zwölf Fällen von sexueller Nötigung für schuldig befunden. Die Fälle hatten sich zwischen 2008 und 2019 in seiner abgelegenen Diözese an der Nordwestküste ereignet. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, für die Taten junge indigene Männer mit Alkohol und Zigaretten, die aus Kirchengeldern bezahlt worden seien, in sein Haus gelockt zu haben.
    Der ehemalige Bischof gilt als einer der ranghöchsten katholischen Würdenträger weltweit, gegen den Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs erhoben wurden. Er war 2020 zurückgetreten.
    Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.