Hilfsorganisationen
Gaza-Waffenruhe weitgehend wirkungslos

Zahlreiche humanitäre Organisationen und Menschenrechtsgruppen haben auf die weiter schwierige humanitäre Lage im Gazastreifen hingewiesen.

    Ein Rettungswagen bahnt sich in Gaza-Stadt einen Weg durch eine Menschenmenge.
    Rettungseinsatz nach israelischen Angriffen im Gazastreifen (Archivbild) (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Hadi Daoud)
    Die vor einem Jahr vereinbarte Waffenruhe existiere weitgehend nur auf dem Papier, erklärten die rund 100 Organisationen. Israelische Angriffe sowie Beschränkungen bei Hilfslieferungen und Wiederaufbaumaterialien verhinderten eine Besserung der Lage.
    Unter Verweis auf Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde hieß es, seit Beginn der Waffenruhe seien mehr als 1.400 Palästinenser getötet worden. Es gebe mehr als 5.000 Verletzte. Keines der 36 Krankenhäuser im Gazastreifen ist den Angaben zufolge vollständig funktionsfähig. Zudem seien mehr als 80 Prozent der Gebäude im Gazastreifen beschädigt oder zerstört.
    Die internationale Gemeinschaft dürfe sich nicht mit einer Vereinbarung auf dem Papier zufriedengeben, erklärten die Organisationen. Eine Waffenruhe müsse es den Menschen ermöglichen, ihr Leben wieder aufzubauen.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.