Studie zu Ernährung
Gebildete Menschen in Städten verursachen am meisten CO2

Mit dem Bildungsniveau von Menschen steigt auch ihr CO2-Fußabdruck bei der Ernährung. Das zeigt eine weltweite Studie, an der unter anderem die Wirtschaftsuniversität Wien beteiligt war.

    Ein junger Mann legt Garnierung zum Fleisch auf seinen Teller.
    Junge Männer mit hohen Bildungsabschlüssen haben den größten CO2-Fußabdruck. (IMAGO / Daniel Scharinger)
    Hochgebildete junge Männer (15 bis 34 Jahre) in städtischen Gebieten verursachen demnach mit ihrer Ernährung die höchsten Treibhausgasemissionen. Im Gegensatz dazu weisen Frauen im Alter von 35 bis 54 Jahren mit niedrigem Bildungsniveau in ländlichen Regionen die geringsten Emissionen auf, nur etwa halb so viel wie die jüngeren Männer bis 34 Jahre.
    Ähnliche Muster zeigen sich auch beim Wasserverbrauch und beim Flächenbedarf von Ernährungsweisen. Die Forscher argumentieren, dass gebildete urbane Menschen zwar häufiger umweltbewusst und nachhaltig orientiert seien. Sie verfügten aber auch über mehr Einkommen und konsumierten deshalb teurere Produkte wie Rindfleisch oder Käse.

    Untersuchung in 165 Ländern

    Für die Studie analysierte das internationale Forschungsteam 72 soziodemografische Gruppen in 165 Ländern weltweit. Das Ernährungssystem ist der Studie weltweit für 25 bis 30 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.