
In Niedersachsen erklärte der Landesschülerrat, es fehle die Transparenz der Verantwortlichen, und es gebe die Sorge einer politischen Vereinnahmung. Es habe sich bislang nicht nachvollziehbar klären lassen, wer etwa die Demonstration in Hannover organisiere. Man rechne nicht damit, dass sich viele Schülerinnen und Schüler beteiligten. Ähnlich äußerte sich Hessens Landesschülervertretung.
Für Samstag wird in vielen deutschen Großstädten zu Demonstrationen unter dem Motto "Gen Z regelt" aufgerufen. Die Initiative setzt sich nach eigenen Angaben für Investitionen in Bildung und Klimaschutz sowie für Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht ein. Welche Personen dahinter stecken, ist unklar. Das Impressum der Website wurde binnen einer Woche zweimal geändert - am Donnerstag stand dort eine Schweizer Anschrift. Mobilisiert wird auch bei TikTok, Instagram und auf Telegram.
Bundesschüler*innenkonferenz startet eigenen Demonstrationsaufruf
Auch die Bundesschüler*innenkonferenz hatte sich bereits von der Protest-Ankündigung distanziert. Die Generalsekretärin der Organisation, Kirchhoff, sagte dem Sender RTL, man könne zwar das grundlegende Anliegen unterstützen, wisse aber nicht genau, wer hinter dem Aufruf stehe.
Kirchhoff kündigte einen eigenen Protest in Berlin für den 20. November an. Daran sollten auch Lehrer und andere Jugendbewegungen teilnehmen. Zugesagt hätten bereits die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Bundeselternrat und Fridays for Future.
Diese Nachricht wurde am 29.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
