
Was sie beim Schreiben am liebsten mache und am besten könne, sei Streichen, erklärte Wunnicke in ihrer Dankesrede. "Ich streiche alles, was nicht nötig ist. Deshalb wurden auch meine Bücher irgendwann so kurz." Laudatorin Judith Schalansky nannte Wunnicke die Schöpferin eines wundertollen, kreuzvergnüglichen Erzählwerks.
Autorin historischer Romane
Die gebürtige Münchnerin Wunnicke veröffentlichte Anfang der 90er Jahre erste Hörspiele und Radiostücke, 1998 erschien ihr erster Roman "Fortescues Fabrik". Sie erzählt in ihren Werken besonders über historisch verbürgte Figuren und Wissenswelten aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. Mit ihrem jüngsten Roman "Wachs" aus dem Jahr 2025 stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.
Der Georg-Büchner-Preis wurde erstmals 1923 verliehen. Er gilt als die bedeutendste literarische Auszeichnung im deutschen Sprachraum. Namensgeber ist der in Darmstadt aufgewachsene Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Freiheitskämpfer Georg Büchner (1813-1837). Im vergangenen Jahr erhielt die Schriftstellerin Ursula Krechel den Preis. Weitere Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderen Elias Canetti, Heinrich Böll und Ingeborg Bachmann.
Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
