Indien
Gericht in Neu-Delhi ordnet Freilassung der Anführer der "Kakerlaken"-Bewegung an

Ein Gericht in Neu-Delhi hat die Freilassung der Anführer der indischen "Kakerlaken"-Bewegung angeordnet.

    Eine Menschenmenge vor einem vergitterten Fahrzeug in Neu-Delhi, in das gerade ein Mann hineingezerrt wird.
    Festnahmen in Neu-Delhi im Vorfeld geplanter Proteste. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Sameer Hussain)
    Wie deren Anwältin in sozialen Netzwerken mitteilte, kamen sie unter der Auflage frei, ein Jahr lang die öffentliche Ordnung nicht zu stören. Die drei Männer waren am Flughafen der indischen Hauptstadt vor einer Demonstration festgenommen worden. Insgesamt nahm die Polizei Tausende Menschen vorübergehend fest, Teile Neu-Delhis wurden abgeriegelt, das mobile Internet wurde vorübergehend abgeschaltet.
    Mit der Kundgebung sollte gegen die Wahlkommission protestiert werden . Die Kakerlaken-Bewegung wirft ihr vor, Wählerlisten in großem Ausmaß zugunsten der Regierungspartei BJP von Premierminister Modi manipuliert zu haben. Im Vorfeld von Regionalwahlen sollen 130 Millionen Namen aus Wählerlisten gelöscht worden sein. Die Wahlkommission rechtfertigte dies unter anderem damit, dass Menschen umgezogen oder unauffindbar seien. ‌Jeder Wahlberechtigte, der fälschlicherweise gestrichen worden sei, könne sich neu registrieren lassen, hieß es.
    Diese Nachricht wurde am 11.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.