Gesetz in Kraft
Gesichtsverhüllung in Portugal offiziell verboten

In Portugal ist ein Gesetz in Kraft getreten, das die Verhüllung des Gesichts verbietet.

    Eine Burka-tragende Frau vor klarem Himmel
    In Portugal ist das sogenannte "Burka-Gesetz" in Kraft getreten. (SHAH MARAI, AFP)
    Es dürfen keine Kleidungsstücke in der Öffentlichkeit getragen werden, die das Gesicht verdecken oder eine Identifizierung verhindern könnten. Das Gesetz wird als Sicherheitsmaßnahme begründet, zielt aber auch auf religiöse Hintergründe ab. In Portugal ist daher von einem sogenannten "Burka-Gesetz" die Rede. Bei Verstößen drohen Geldbußen bis 3000 Euro. Berufliche oder gesundheitliche Ausnahmen sind möglich.
    Das Gesetz war im Juli von der Minderheitsregierung von Ministerpräsident Montenegro und dem Rechtsaußen-Lager verabschiedet worden. Portugals Staatspräsident Seguro betonte bei der Unterzeichnung des Gesetzes, dass es sich beim Verhüllungsverbot um ein Thema von großer gesellschaftlicher und kultureller Sensibilität handele.
    Diese Nachricht wurde am 19.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.