Frankreich
Gewalt und viele Verletzte nach landesweitem Protesttag

Bei den Ausschreitungen nach dem landesweiten Protesttag in Frankreich sind nach offiziellen Angaben rund 150 Polizisten verletzt worden.

    Demonstrierende ziehen durch eine Straße in Paris; vorne im Bild sind zwei Polizisten von hinten zu sehen.
    Proteste in Paris (IMAGO / Anadolu Agency / IMAGO / Ibrahim Ezzat)
    Es habe 1.200 Festnahmen gegeben, teilte Premierminister Lecornu nach einer Krisensitzung der Regierung am späten Abend mit. Die Aggressionen hätten sich vor allem gegen Schaltzentralen des Landes gerichtet. In Limoges etwa wurde das historische Rathaus angezündet. In Paris setzten Randalierer Autos in Brand, zertrümmerten Schaufenster und plünderten Geschäfte. Auch aus Lille, Bordeaux, Lyon und Marseille wurden Sachbeschädigungen und Plünderungen gemeldet. Lecornu sprach von einem entsetzlichen Ausmaß an Gewalt.
    Zu dem Protesttag gegen Missstände im Bildungssystem sowie hohe Lebenshaltungskosten hatten unter anderem Schülervertreter und die Protestbewegung der Gelbwesten aufgerufen. Landesweit gingen mehr als 500.000 Menschen auf die Straße.
    Diese Nachricht wurde am 18.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.