
Die Proteste hatten bereits am Freitag begonnen und richteten sich maßgeblich gegen schlechte Ausstattungen an den weiterführenden Schulen, überfüllte Klassen und fehlende Lehrkräfte. An vielen Schulen in den Vororten prangerten Schüler Nachteile im Vergleich zu den innerstädtischen Schulen an. Teils wurden die Schulen durch die Demonstranten vollständig blockiert. Die französischen Behörden befürchten, dass die Proteste fortgesetzt werden.
180 Schulen in verschiedenen Städten betroffen
Die Proteste fanden vor allem in Bezirken nahe Paris statt, aber auch in Lille, Lyon, Grenoble und Nizza. Wie Innenminister Nuñez mitteilte, waren etwa 180 Schulen betroffen. Nuñez sprach wörtlich von "Gewalt in Reinform". Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen. Premierminister Lecornu beschuldigte die Linkspartei "La France insoumise", eine Ausweitung der Proteste anzustacheln. Obgleich die Probleme der Schulen angegangen werden müssten, sei es ein Fehler, die Wut der Schüler für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren, teilte er mit.
Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
