"Himmelschreiende Ungerechtigkeit"
GKV-Spitzenverband kritisiert Benachteiligung von gesetzlich Versicherten bei Vergabe von Arztterminen

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen fordert, die 75 Millionen gesetzlich Versicherten bei der Vergabe von Arztterminen besserzustellen.

    Oliver Blatt, Chef des GKV-Spitzenverbands, im Porträt
    Der Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)
    Sie finanzierten mit ihren Beiträgen den allergrößten Teil der ärztlichen Honorare, sagte der Vorstandsvorsitzende Blatt den Funke-Medien. Dennoch würden sie häufig benachteiligt. Das sei eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.
    Blatt plädierte dafür, den Zugang zur ambulanten Versorgung so zu organisieren, dass Termine nach medizinischem Bedarf vergeben würden. Dafür sei eine tagesaktuelle Plattform erforderlich, in die alle Praxen einen festen Anteil ihrer Termine einstellen.
    Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Baas, hatte sich gestern dafür ausgesprochen, ein völlig neues Krankenkassensystem zu schaffen. Nicht nur die privaten, auch die gesetzlichen Kassen sollten abgeschafft werden.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.