Weimar
Goethe-Haus wird bis 2029 denkmalgerecht saniert

Das Wohnhaus des Dichters und Naturforschers Johann Wolfgang von Goethe in Weimar wird für mehrere Jahre geschlossen. Das UNESCO-Welterbe-Ensemble kann noch bis zum 1. November besichtigt werden. Anschließend beginnt die denkmalgerechte Sanierung.

    Das Haus am Weimarer Frauenplan, in dem der Dichter und Politiker Johann Wolfgang von Goethe bis zu seinem Tod im Jahr 1832 lebte.
    Das Haus am Weimarer Frauenplan, in dem der Dichter und Politiker Johann Wolfgang von Goethe bis zu seinem Tod im Jahr 1832 lebte. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)
    Die Wiedereröffnung ist nach Angaben der Klassik Stiftung Weimar für das Jahr 2029 geplant.
    Von der bevorstehenden Schließung sind neben dem eigentlichen Goethehaus auch der Hausgarten, der Garten- und Steinpavillon, das Torhaus sowie die sogenannten Vulpiushäuser betroffen. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die Sicherung der historischen Bausubstanz, die Restaurierung historischer Oberflächen, die Erneuerung der Haustechnik sowie Verbesserungen bei Barrierefreiheit und Brandschutz.

    Goethe-Nationalmuseum schließt vorübergehend

    Auch das Goethe-Nationalmuseum schließt im Zuge der Baumaßnahmen vorübergehend. Ab dem 1. Dezember soll die Dauerausstellung wieder zugänglich sein. Parallel zur Sanierung wird die museale Präsentation überarbeitet. Künftig soll Goethe dort nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Forscher, Sammler und Familienmensch vermittelt werden.
    Das Goethe-Wohnhaus gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Weimars und zog im vergangenen Jahr rund 125.000 Besucher an. Die Kosten für die Sanierung werden auf rund 30 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wird das Projekt von Bund, Land und privaten Stiftungen.
    Diese Nachricht wurde am 22.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.