
Der Nabu betreibt ein Online-Portal, in dem Laien ihre Sichtungen eintragen können. Dank ihres ungewöhnlichen Aussehens seien 99,9 Prozent aller Bestimmungen korrekt, hieß es. Gottesanbeterinnen sind entlang des Rheins zu finden; eine davon getrennte Population breitet sich in einem Gebiet zwischen Berlin und Thüringen aus.
Paarung oft tödlich für Männchen - für Menschen ungefährlich
Die langbeinige Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist vor allem für ihr makaber anmutendes Paarungsverhalten berüchtigt: Demnach stirbt rund ein Drittel der Männchen unmittelbar nach der Paarung, weil das Weibchen das kleinere Männchen frisst. Weibliche Tiere werden bis zu etwa acht Zentimeter groß, Männchen bis zu etwa sechs Zentimeter.
Gottesanbeterinnen ernähren sich unter anderem von Heuschrecken, Spinnen oder Fliegen und können stundenlang unbemerkt ausharren. Der Fangschlag dauert 50 bis 60 Millisekunden und ist damit etwa sechsmal schneller als ein Lidschlag des menschlichen Auges. Für Menschen ist die Gottesanbeterin ungefährlich.
Diese Nachricht wurde am 23.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
