Asylpolitik in Europa
Griechenland will während EU-Ratsvorsitz Abschiebezentrum in Afrika einrichten

Die Pläne für ein Abschiebezentrum in Afrika für in der EU abgelehnte Migranten werden offenbar konkreter.

    Ein mit Gittern und Zäunen begrenztes Aufnahmelager in der albanischen Hafenstadt Shengjin.
    Griechenland kündigt Abschiebezentrum in Afrika an. Auch Italien betreibt Abschiebelager außerhalb des Landes - in Albanien. (Archivbild). (Alketa Misja / dpa)
    Griechenlands Migrationsminister Plevris erklärte, die Eröffnung werde während der griechischen EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr erfolgen. Der Standort stehe bereits fest, dürfe nur noch nicht genannt werden, sagte Plevris im griechischen Fernsehen. Als mögliche Länder gelten Uganda und Ruanda. Die Pläne für ein Abschiebezentrum werden auch von weiteren Staaten vorangetrieben, darunter Deutschland, Dänemark, Österreich und den Niederlanden.
    Beim EU-Innenministertreffen in dieser Woche will Griechenland zudem einen Mechanismus für den Fall großer Migrationsbewegungen vorschlagen. Dieser soll schnelle Rückführungen ermöglichen. Anlass dürften unter anderem die Vorfälle in der spanischen Exklave Ceuta sein. Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko überwiegend schwimmend dorthin gelangt. Tausende Migranten halten sich weiterhin in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave in Nordafrika auf.
    Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.