
Ein Vertreter des grönländischen Wirtschaftsministeriums sagte dem US-Sender CNN, es gebe bisher lediglich kleinere Forschungsprojekte. Von einer umfangreichen Erkundung von Rohstoffen sei man sehr weit entfernt.
Das Außenministerium in Kopenhagen teilte mit, sollten die USA in Grönland systematisch nach Öl, Gas und Mineralien suchen wollen, müsse dies im Rahmen der grönländischen Gesetzgebung erfolgen. Das am 22. September unterzeichnete Abkommen gewähre Investoren aus den USA keinerlei Vorzugsbehandlung gegenüber Anlegern aus anderen Ländern der EU und NATO, hieß es.
US-Präsident Trump hatte am Dienstag erklärt, dass in Grönland umfangreiche Erkundungen der Öl-, Gas- und Mineralienvorkommen beginnen sollten.
Dänemark, die USA und das autonome Grönland hatten sich zuletzt darauf verständigt, dem US-Militär eine stärkere Präsenz auf der arktischen Insel zu gestatten. Die US-Regierung betrachtet dies als eine Frage der nationalen Sicherheit. Das Abkommen sah jedoch keine Rechte für den Bergbau oder Bohrungen vor. Grönland hatte 2021 den Uranabbau verboten und seitdem die Erkundung von neuen Öl- oder Gasvorkommen nicht genehmigt.
Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
