Änderungen bei der Pflegeversicherung
Grüne kritisieren höhere Beiträge bei weniger Leistungen

Die von der Bundesregierung beschlossenen Änderungen bei der Pflegeversicherung stoßen auf Kritik.

    Janosch Dahmen (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Gesundheitsausschusses, nimmt an der Sitzung des Gesundheitsausschusses des Bundestags teil.
    Der Grünen-Politiker Janosch Dahmen (Kay Nietfeld/dpa)
    Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Dahmen, sagte im Deutschlandfunk, eine große Mehrheit der Menschen zahle für die Pflegeversicherung künftig mehr und bekomme aber eine schlechtere Leistung. Das sei keine Reform, sondern ein Spargesetz, das von den Menschen zurecht als ungerecht empfunden werde. Der Linken-Fraktionschef im Bundestag, Pellmann, sprach von einer "Kürzungsorgie auf dem Rücken von Millionen Menschen mit Pflegebedarf".
    Das Kabinett hatte den Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Linnemann gestern gebilligt. Er sieht unter anderem vor, dass der Beitragssatz für Kinderlose steigt. Geplant sind auch eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und eine Neuregelung der Einstufung in die verschiedenen Pflegegrade. Eine Kommission soll zudem später Vorschläge für Strukturreformen erarbeiten.
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.