Antisemitismus-Streit
Grüne und SPD in Berlin unterbrechen Sondierungen mit Linken

Grüne und SPD in Berlin haben die Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung mit der Linkspartei unterbrochen.

    Steffen Krach (r-l, SPD), Kerstin Wolter (Die Linke) und Werner Graf (Bündnis90/Die Grünen) stehen hinter Mikrofonen.
    Grüne und SPD in Berlin unterbrechen Sondierungen mit Linken (Annette Riedl/dpa)
    Hintergrund ist die in der vergangenen Woche von den drei Parteien geschlossene Vereinbarung zu Antisemitismus und Clankontakten. Grüne und SPD erklärten, man habe zur Kenntnis genommen, dass die Linke in ihrer Fraktion zu anderen Verabredungen gekommen sei. Man müsse nach der konstituierenden Fraktionssitzung der Linken erst bewerten, ob die gemeinsame Vereinbarung noch gelte, erklärten die Spitzenkandidaten Graf von den Grünen und Krach von der SPD. Die Linkspartei hatte in der Fraktionssitzung auch die Politikerin Emde in die Fraktion aufgenommen. Emde ist wegen Äußerungen zu Israel umstritten. Das Magazin "Der Spiegel" berichtet, die Linke habe den Berliner Grünen zuvor ausdrücklich zugesagt, dass Emde aus der Fraktion ausgeschlossen bleibt.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.