Berlin
Grüne und SPD stimmen über Koalitionsverhandlungen mit der Linken ab - Grünen-Fraktionschefin Dröge: "Linkspartei muss sich an Sondierungspapier halten"

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Dröge, hat die Gespräche ihrer Partei mit der Linken über eine mögliche Regierungsbildung in Berlin verteidigt.

    Elif Eralp, Vorsitzende der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Werner Graf, Co-Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, und Steffen Krach, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz
    Gemeinsames Pressestatement zum Ende der Sondierungen von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD in Berlin (picture alliance / Volodymyr Sindieiev / Volodymyr Sindieiev)
    Man habe im Sondierungspapier die Bekämpfung von Antisemitismus und organisierter Kriminalität festgehalten, sagte Dröge im Deutschlandfunk. Klar sei nun jedoch auch, dass die Berliner Linke entschieden danach handeln müsse. Dröge kritisierte die Aufnahme der Linken-Politikerin Emde in die Fraktion. Diese habe sich wiederholt problematisch geäußert. Die Berliner Linken-Fraktionsvorsitzende Eralp müsse sich fragen lassen, inwieweit sie ihre Partei im Griff habe.
    Die Grünen entscheiden heute ebenso wie die SPD darüber, ob sie Koalitionsverhandlungen mit der Linken in Berlin aufnehmen. Grundlage ist ein Sondierungspapier, das unter anderem eine Vergesellschaftung von großen Immobilienkonzernen sowie ein Neubauprogramm für 100.000 Wohnungen vorsieht. - 20 Bundestagsabgeordnete der SPD warnten vor einer Koalition mit der Linken. Es gebe erhebliche Zweifel an der politischen Verlässlichkeit des Landesverbandes, heißt es in einer Erklärung, die mehreren Medien vorliegt.
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.