
Jarasch sagte im Deutschlandfunk, man habe konkrete Vereinbarungen getroffen, wie man mit antisemitischen Vorfällen in den Reihen der Fraktionen umgehen würde. Das Papier enthalte einen scharfen Mechanismus mit Konsequenzen. Mit Blick auf bereits im Wahlkampf getroffene Äußerungen von Linken-Vertretern erklärte Jarasch, sie rechne damit, dass auch diese zur Verantwortung gezogen würden. Die Linkspartei habe zugesichert, Konsequenzen zu ziehen, sobald sich die Fraktion konstituiert habe.
Die Sondierungsgespräche in Berlin zwischen Linken, Grünen und SPD werden heute fortgesetzt. Gestern hatten die drei Parteien den Weg dafür durch eine gemeinsame Vereinbarung freigemacht. Bayerns Ministerpräsident Söder von der CSU kritisierte die Sondierungen in der "Bild"-Zeitung. Rot-grün-rot wäre aus seiner Sicht ein "absoluter Tabubruch". Auch der SPD-Politiker Lauterbach sprach sich im "Spiegel" gegen eine Koalition mit Grünen und Linken in Berlin aus.
Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
