Mehr Rechte für Indigene
Halbzeit bei der UNO-Weltnaturkonferenz - Schneider reist nach Eriwan

Seit einer Woche tagt die UNO-Weltnaturkonferenz in Armenien. Zur Halbzeit schaltet sich nun Bundesumweltminister Schneider in die Verhandlungen ein. Schneider bleibt bis zum Abschluss am Freitag in der armenischen Hauptstadt Eriwan, um die deutsche Delegation zu leiten. An der Konferenz nehmen Vertreter aus fast 200 Staaten teil.

    Bundesumweltminister Carsten Schneider Das Foto zeigt ein Poträt von ihm.
    Bundesumweltminister Carsten Schneider (Archivfoto) ist in dieser Woche bei der UNO-Weltnaturkonferenz in Armenien (picture alliance / dpa / Celine Frohnapfel)
    Schneider will sich für mehr Beteiligungsrechte indigener Völker engagieren. Er sagte der "Rheinischen Post", wenn man die internationalen Schutzziele bis 2030 noch erreichen wolle, brauche es international mehr Einsatz für biologische Vielfalt. In Eriwan wolle er sich für eine breitere Finanzierungsbasis aus öffentlichen und privaten Mitteln und für eine stärkere Mitsprache der Menschen, die die Natur vor Ort bewahren einsetzen.
    In Armenien soll eine erste Bilanz des 2022 in Montreal beschlossenen Biodiversitätsabkommens gezogen werden. Darin verpflichteten sich die Unterzeichner unter anderem, den Einsatz von Pestiziden drastisch zu verringern sowie umweltschädliche Subventionen abzubauen. Bis 2030 sollen zudem 30 Prozent der Land- und Wassermasse des Planeten unter Naturschutz gestellt werden. Bei der Umsetzung dieser Vorgabe hinkt die internationale Gemeinschaft allerdings deutlich hinterher. Aktuell sind laut Angaben aus dem Bundesumweltministerium 18,4 Prozent der globalen Landfläche unter Schutz gestellt.
    Diese Nachricht wurde am 26.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.