Artenvielfalt
Handel mit wilden Arten ist viel größer als gedacht

Der Handel mit wildlebenden Arten ist laut einer aktuellen Studie weitaus umfassender als gedacht. Forschende schreiben im Fachmagazin Science Advances, dass weltweit mindestens 107.000 verschiedene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten gehandelt werden. Das sind mehr als doppelt so viele wie bisher angenommen.

    Eine blühende Hoodia-Pflanze (Hoodia juttae) in Südafrika.
    Eine blühende Hoodia-Pflanze (Hoodia juttae) in Südafrika (imago / blickwinkel)
    In der Studie werden zum Beispiel auch Tropenholz, Heilpflanzen, Zierfische oder Morcheln genannt. Die Forschenden warnen, dass die tatsächliche Zahl noch deutlich höher liegen könnte, weil viele Länder keine verlässlichen Daten sammeln.
    Der größte Teil des Handels ist legal und bringt jährlich bis zu 300 Milliarden US-Dollar ein. Illegaler Handel kommt noch hinzu - dabei geht es geschätzt um etwa 40 Milliarden Dollar. Laut der Studie hat das alles zum Aussterben von fast 300 Arten beigetragen.
    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fordern deshalb, Handelsdaten künftig international abgestimmt zu erfassen – zum Beispiel über Zoll- und Veterinärkontrollen. Sonst lasse der Verlust der biologischen Vielfalt kaum stoppen.
    Diese Nachricht wurde am 01.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.