US-Wahlkampf
Heftige Kritik von Arbeitnehmervertretern an Auftritt von Audi-Chef Döllner bei Trump-Wahlkampfveranstaltung

Der Auftritt des Audi-Vorstandsvorsitzenden Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Trump stößt bei Arbeitnehmervertretern auf harte Kritik.

    Audi-Chef Döllner beim Wahlkampfauftritt von Trump - steht neben Trump, am Rednerpult des Präsidenten.
    Audi-Chef Döllner beim Wahlkampfauftritt von Trump - Audi will neues Werk in USA bauen (picture alliance / AP Photo / Mike Stewart / Mike Stewart)
    VW-Konzernbetriebsratschefin Cavallo sagte der Nachrichtenagentur dpa, wer die Rede von Trump gehört habe, müsse wegen Döllners Auftritt vor Scham im Boden versinken. Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie - und dann trete einer der obersten Konzern-Repräsentanten Deutschlands auf die Bühne und betreibe aktive Wahlkampfhilfe. Die IG-Metall-Vorsitzende Benner sprach von einem unwürdigen Verhalten Döllners, der damit zudem die eigenen Unternehmensregeln verletzt habe. Kritik kam auch vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Lies, der dem Aufsichtsrat des Audi-Mutterkonzerns VW angehört. Der SPD-Politiker sagte, eine Wahlkampfveranstaltung sei nicht der richtige Ort für die Ankündigung einer solchen Investition. - Trump hatte am Wochenende den Bau eines Audi-Werks im US-Bundesstaat Georgia angekündigt. Döllner trat anschließend auf die Bühne und dankte dem US-Präsidenten für dessen Unterstützung.
    Diese Nachricht wurde am 26.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.