Tausende Menschen auf der Flucht
Hilfsorganisationen: Kämpfe im Jemen verschärfen humanitäre Lage

Im Jemen hat sich die humanitäre Lage aufgrund der anhaltenden Kämpfe weiter verschlechtert.

    Zu sehen sind jemenitische Regierungstruppen bei Such- und Sicherungsoperationen in der Provinz Taiz.
    Regierungstruppen in der Provinz Taiz (Archivbild). (picture alliance / Anadolu / Marwan Abdullah Yahya Saeed Al-shabi)
    Das UNO-Welternährungsprogramm teilte mit, dass wichtige Hilfslieferungen für rund 800.000 Menschen unterbrochen seien. Besonders betroffen ist die Stadt Taiz im Südwesten des Landes, wo zahlreiche Binnenvertriebene leben. Einige Gebiete seien wegen der Kämpfe nicht mehr erreichbar.
    Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz warnte vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. In manchen Kliniken im Jemen müssten inzwischen mehr als 700 durch Waffengewalt verletzte Menschen pro Woche behandelt werden. Es fehle unter anderem an Operationsmaterial, Narkosemitteln, Sauerstoff und Medikamenten.
    Im Jemen kämpft die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz gegen die Regierung, die von Saudi Arabien unterstützt wird. Zuletzt hatten vor allem Angriffe der Huthis auf Ziele in Saudi-Arabien, darunter den internationalen Flughafen der Hauptstadt Riad, neue Spannungen ausgelöst.
    Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.