Debatte über AfD-Verbotsverfahren
Holocaust-Überlebende und Komitee-Präsidentin Umlauf: "Brauchen rasch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe"

In der Debatte über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren fordert das Internationale Auschwitz Komitee, zügig eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe einzusetzen.

    Eva Umlauf sitzt auf einem Sessel in der Talkshow "Markus Lanz" (Aufzeichnung vom 4. Mai 2026)
    Die Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees, Eva Umlauf (Bild vom 4. Mai 2026) (picture alliance / teutopress / -)
    Die Auschwitz-Überlebende und Komitee-Präsidentin Umlauf sagte im Deutschlandfunk, sie halte ein Bemühen für ein Parteiverbot für dringend geboten . Sie appellierte explizit an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wüst. Der CDU-Politiker habe die Idee einer Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern angestoßen - nun müsse er dies auch umsetzen, betonte Umlauf. Sie erklärte, als Holocaust-Überlebende stehe sie auf der Seite der Demokratie. Eine rechtsextreme Partei gehöre nach ihrer Ansicht verboten.
    Umlauf kommt heute zu einem Gespräch mit Wüst zusammen. Neben dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten forderten zuletzt auch die Vorsitzenden der SPD-Fraktionen im Bundestag, im Europäischen Parlament und in den Landtagen, eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD zu bilden.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.