Südkorea
Hyundai-Beschäftigte streiken für Anhebung des Rentenalters

Beim südkoreanischen Autobauer Hyundai haben Beschäftigte erstmals seit mehr als zehn Jahren einen ganzen Tag die Arbeit niedergelegt.

    Hunderte Mitarbeiter von Hyundai stehen eng beisammen und halten Schilder hoch.
    Die Mitarbeiter von Hyundai streiken. (picture alliance / Anadolu / Hwawon Lee)
    Nach Gewerkschaftsangaben nahmen rund 40.000 Angestellte an dem Streik teil. Sie forderten eine Erhöhung der Leistungsprämien um 50 Prozent sowie eine Anhebung des Rentenalters um zwei Jahre. In Südkorea beginnt das gesetzliche Pflichtrentenalter mit 60 Jahren. Die Auszahlung der staatlichen Rente beginnt jedoch schrittweise erst im Alter von 63 bis 65 Jahren.
    Die Beschäftigten fürchten zudem, in großem Stil durch Roboter ersetzt zu werden. Im Juli gab es bereits mehrstündige Streiks. Hyundai hat angekündigt, ab 2028 in seinen US-Werken humanoide Roboter einzusetzen. Entsprechende Pläne für die Fabriken in Südkorea gibt es offiziell nicht.
    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.