
Dazu schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:
"Die Bundesregierung kürzt das Elterngeld. Weiterhin. Darüber sollte die Schlagzeile 'Elterngeld steigt' nicht hinwegtäuschen. Der neue Plan der Regierung zur Elterngeldreform soll Einspareffekte in Höhe von 1,3 Milliarden Euro ab 2030 bringen. Trotz einer moderaten Erhöhung der Mindest- und Höchstsätze. Das ist erst einmal keine gute Nachricht. In den vergangenen Monaten war es oft so: Bei Kürzungen in der Familienpolitik erinnerte die Bundesregierung oft an die Zwänge des Haushalts. Gleichzeitig findet sie für den Tankrabatt dann doch wieder ein bis vier Milliarden im Haushalt. Diese Prioritätensetzung wird den Familien im Land nicht gerecht. Aber, und dies ist wichtig: Der neue Plan ist ein Fortschritt im Vergleich zu dem Gesetzentwurf aus dem Sommer. Vor wenigen Monaten noch plante die Regierung eine generelle Kürzung der Elternzeitbezugsdauer auf zwölf Monate."
Das HANDELSBLATT blickt auf die Asienreise des Bundeskanzlers:
"Egal, wo der Kanzler in den vergangenen Tagen Platz nahm, ob in Singapur, Tokio oder Seoul, zwei Männer saßen immer mit am Tisch: Donald Trump und Xi Jinping. Der US-amerikanische und der chinesische Präsident waren gedanklich omnipräsent auf Friedrich Merz’ Asienreise. Wenn der Kanzler von Großmächten sprach, von Einschränkungen im globalen Handel, von gefährlichen Abhängigkeiten, die man verringern müsse, dann dachte man unweigerlich an die USA und China. Die Mittelmächte müssten sich zusammentun gegen die 'Großen und Starken', das war die strategische Botschaft seiner Reise. Merz zeigte in diesen fünf Tagen einmal mehr, wie erfolgreich und geschickt er in der Rolle des Außenkanzlers vorangeht."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG bemerkt zur Reform der Altersvorsorge:
"Am 1. Januar beginnt eine neue Ära. Die ungeliebte Riester-Rente, die eine abgeschwächte Rentensteigerung lindern sollte, wird zum Auslaufmodell. An ihre Stelle tritt etwas, das noch keinen gängigen Namen hat. Klar ist, da sind sich nahezu alle Fachleute einig, dass das neue Modell deutlich besser ist: transparenter, kostenbewusster, chancenreicher und mit deutlich mehr Wahlfreiheit. Waren renditemindernde Garantien bislang ein Kernbestand der geförderten Altersvorsorge, werden sie nun zur Option. Mussten Verbraucher bislang einen Vertrag mit verpflichtender Rentenzahlung abschließen, dürfen sie nun selbst wählen, ob sie ihr Kapital verzehren oder als Leibrente umwandeln. Was sich aber nicht ändert, ist die Abhängigkeit der Politik vom weit vernetzten Finanzvertrieb."
