Warnstreikwelle im Norden
IG Metall will Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Die IG Metall will heute in der laufenden Tarifrunde mit weiteren Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

    Andernach: Mit Feuertonnen und Fackeln stehen rund 300 Mitglieder der IG Metall bei einem Warnstreik in der Metall- und Elektroindustrie vor dem Werkstor.
    Schon gestern gab es Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. (Thomas Frey / dpa / Thomas Frey)
    Im Bezirk Küste, der unter anderem Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern umfasst, sind Beschäftigte in fast 100 Betrieben zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Gestern beteiligten sich dort mehr als 6.500 Menschen an Ausständen.  Auch anderswo in Deutschland laufen in der Branche Tarifverhandlungen begleitet von Warnstreiks.
    Die nächste Gesprächsrunde findet morgen in Bremen statt. Die IG Metall fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten eine Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoeinkommens im Juli 2027 sowie eine Lohnerhöhung um 1,3 Prozent ab Juli 2028 an. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll bis Ende 2028 reichen.
    Diese Nachricht wurde am 05.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.