Neu Delhi
Indische Regierung verbittet sich Kritik von Menschenrechtlern an Vorgehen gegen Demonstranten

Die indische Regierung verwahrt sich gegen Kritik von Menschenrechtlern an ihrem Vorgehen gegen die Massendemonstrationen in Neu-Delhi.

    Polizeikräfte nehmen in Neu-Delhi eine Anhängerin der „Cockroach Janata Party“ (CJP) fest. Die Demonstrantin wird von mehreren uniformierten Polizisten getragen.
    Polizeikräfte nehmen eine Anhängerin der „Cockroach Janata Party“ (CJP) fest. Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung protestiert gegen Indiens obersten Wahlleiter und fordert dessen Rücktritt aufgrund mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten in den Wählerverzeichnissen. (AFP / ARUN SANKAR)
    Die vom UNO-Menschenrechts-Kommissariat geäußerten Bedenken seien unangebracht, hieß es. Man verbitte sich eine Einmischung in innere Angelegenheiten Indiens.
    In Neu-Delhi war die Polizei teils gewaltsam gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Die Rede ist von tausenden Festnahmen. Darunter ist auch der Gründer der sogenannten Kakerlaken-Bewegung "CJP". Die Bewegung hatte erneut zu landesweiten Protesten gegen die Wahlkommission aufgerufen. Sie fordert den Rücktritt des Kommissionschefs, dem sie Manipulationen zugunsten der Partei BJP von Regierungschef Modi zur Last legt.
    Diese Nachricht wurde am 11.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.