
Das teilte das Statistische Bundesamt in seiner ersten Schätzung mit. Im August waren es 2,9 Prozent gewesen. Stärker waren die Verbraucherpreise hierzulande zuletzt im Dezember 2023 mit damals 3,7 Prozent gestiegen.
Als Grund für den Anstieg der Inflation verwiesen die Statistiker auf stark gestiegene Energiepreise. Hintergrund ist die weiter angespannte Lage im Nahen und Mittleren Osten. Dadurch stiegen die Ölpreise zeitweise über die Marke von 100 Dollar je Barrel. In der Folge kletterten an den Tankstellen in Deutschland die Preise für E10 und Diesel auf Höchststände.
"Die Inflation verfestigt sich", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Friedrich Heinemann vom Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW sieht mit Sorge, dass erhöhte Inflationsraten auch auf Jahressicht "zum Dauerzustand" werden könnten: "2020 lag die Inflation in Deutschland zum letzten Mal unter der Zwei-Prozent-Marke", so Heinemann
Nahrungsmittelpreise steigen kaum
Nahrungsmittel waren dagegen laut Statistischem Bundesamt nur 0,4 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, wobei hier der Preisauftrieb wieder leicht anzog. Dienstleistungen, darunter Pauschalreisen und Restaurantbesuche, verteuerten sich um 2,7 Prozent und damit geringer als in den Vormonaten.
Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
