Hochrechnung
Initiative zu strikterer Neutralität der Schweiz gescheitert

In der Schweiz haben die Bürger sich in einer Volksabstimmung laut einer ersten Hochrechnung dagegen ausgesprochen, in der Verfassung eine striktere Neutralität zu verankern. Wie das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern am Mittag nach Schließung der Wahllokale bekanntgab, lehnten 71 Prozent der Wähler die Initiative ab.

    Ein Hinweisschild zeigt vor einem Gebäude den Weg zu einem Wahllokal in Genf.
    Die Schweizer haben sich gegen die Neutralitätsinitiative ausgesprochen. (picture alliance / Anadolu / Muhammet Ikbal Arslan)
    Sie war von einem Verein eingebracht worden, der der rechtskonservativen Partei SVP nahesteht. Ziel der Initiative war, dass die Schweiz sich künftig nicht nur aus bewaffneten Konflikten heraushält, sondern auch keine Sanktionen mehr gegen Länder verhängt, die einen Krieg begonnen haben. Das Argument der Befürworter war, dass das Land so sicherer werde. Alle anderen großen Parteien hatten sich dagegen ausgesprochen. Ein Gegenargument lautete, man könne sich nicht hinter der Neutralität verstecken.
    Diese Nachricht wurde am 27.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.