
Innenminister Nunez sagte am Abend, er gehe davon aus, dass die Zahl noch steigen werde. Die Protestzüge seien zunächst gut verlaufen. Die Einsatzkräfte seien später jedoch - Zitat - "mit einem extrem erhöhten Maß an Gewalt" konfrontiert gewesen. Der Minister machte wörtlich die "extreme Linke" dafür verantwortlich. Er erklärte, dass Sicherheitsvorkehrungen bis zum späten Abend bestehen blieben, um Plünderungen zu verhindern. An den Protesten gegen die Regierung nahmen laut dem Innenministerium erneut fast eine halbe Million Menschen teil. Die Behörden hatten strenge Auflagen erlassen, nachdem es am vergangenen Wochenende zu massiven Ausschreitungen gekommen war. In Paris griffen heute nach Polizeiangaben mehr als 500 Personen Ordnungskräfte an. Diese setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Ähnliche Berichte kamen unter anderem aus Städten wie Lyon, Bordeaux, Nantes und Marseille. - Bei Zusammenstößen in Clermont-Ferrand und Toulouse wurden zwei Menschen schwer verletzt. Im Nachbarland Italien nahmen erneut Tausende an Protesten teil - unter anderem in Mailand, Bologna, Turin und der Hauptstadt Rom. Diese wurden teils ebenfalls von Gewalt überschattet.
Diese Nachricht wurde am 24.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
